Smaller is the new Big.

Big Coffee. Big Pilot. Big smile.

IWC Big Pilot 43. Tested.

Bigger is better ist ja so ein Spruch der lange Zeit gut funktioniert hat. Warum sich mit weniger zufrieden geben, wenn es auch etwas mehr sein darf. Im Uhrenuniversum ist man, was Größenordnungen angeht, seit jeher geteilter Meinung. Die einen tragen gerne untertassengrosse Wecker am Handgelenk. Die anderen sehnen sich nach den wenigen 36mm Explorer Exemplaren, die man bei Chrono24 hin und wieder zu Gesicht bekommt. Eine Uhr, die mich ob ihrer Größe, im Verbund mit dem gewählten Flieger-Design der überdimensionierten Krone, den interessanten Zeigern und den vielen grossen Ziffern von Anfang an fasziniert hat, ist die Big Pilot von IWC. Mit 46,2 mm Gehäusedurchmesser gehört sie sicherlich noch nicht zu den Zeit anzeigenden Untertassen. Es gibt größere Armbanduhren (siehe das Original, von dem die Big Pilot in gewisser Weise abstammt, oder meine eigene Sportuhr, die 47mm misst, oder jede einzelne Uhr von Panerai). Dennoch ist sie ein Statement, kein unerhebliches, das der gesunden-Menschenverstand-Variante von Understatement stets gezeigt hat, wo die Zeiger stehen. Am Handgelenk von Menschen, die es tragen können, für gewöhnlich. Reden wir aber nicht über das Thema Statussymbol, sondern lieber über den praktischen Mehrwert der Big Pilot. Wenige Uhren sind so gut ablesbar wie die Große Pilotenuhr aus Schaffhausen. Weswegen dieses Design ja auch ursprünglich gerne von … Piloten getragen wurde. Die haben nämlich keine Zeit, eine Lupe rauszuholen, um Zeiten ablesen zu müssen, während gerade ein waghalsiges Flugmanöver absolviert wird. Ich für meinen Teil bin ja nie Pilot gewesen (außer im Vorabend der ARD 😎). Und hatte weder eine ausgeprägten Fetisch für große Uhren, noch den Bedarf, sie meinem Handgelenk anzugedeihen. 

Supercrisp.

Die Big Pilot blieb mir dennoch im Kopf hängen. Eher nicht, weil Ralf Möller eine hat. Eher, weil Menschen wie Patrick The Sting zeigen, wie gut man sie im Alltag tragen kann. 

Dann aber kam der Tag, an dem IWC die Technologie des Schrumpfens für sich entdeckt haben musste. Oder eine gute Marktanalyse. Wie wäre es mit ‚big wird smaller aber sonst ändert sich (fast) nix‘? Für alle, die die Große Pilotenuhr spannend fanden, aber eben auch etwas zu groß, brachte IWC die Big Pilot 43 hervor. Same same but different. Keine Miniaturausgabe, eher eine kleine Schwester, die die grossen Jungs aber immer noch verprügeln konnte. wenn es sein musste. Also smaller, aber alles andere als small. Diese Uhr hatte man mir nun freundlicherweise mal zum Ausprobieren überlassen. Und nach nun einigen Wochen komme ich zu dem Schluss: kleiner aber alles andere als klein funktioniert ganz hervorragend als neue Grösse im Big Pilot Universum. Die Uhr lässt sich sehr entspannt tragen, transportiert den Grosse-Fliegeruhren-Look vielleicht noch etwas eleganter und dann wäre da noch der praktische Mehrwert von 3mm weniger Breite – ungeschickte UhrenträgerInnnen bleiben nicht mehr so oft an anderen Gegenständen hängen. Tischen. Türklinken. Sakkoärmeln. Ein win win für die große Pilotenuhr. 😉 Nun hat man also die Wahl zwischen der Big oder der Less Big Pilot. Und über Farben und Bänder haben wir noch gar nicht gesprochen. Ich hätte bei meiner Varianten mit dem schwarzen Zifferblatt wohl ein schwarzes Stoffband gewählt, wenn es meine Uhr gewesen wäre.

Aber soweit sind wir noch nicht. Vielleicht kommt mein persönlicher Big Pilot Day ja eines Tages. Für den Moment aber heißt es erstmal Goodbye, sweet little 43. Es hat Spaß gemacht. 

IWC hat mir die Big Pilot 43 für einige Wochen kostenlos zur Verfügung gestellt.

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